Fasten

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Fasten

 

Unter Fasten versteht man den freiwilligen und bewussten Verzicht von Nahrungs- und Genussmitteln. Fasten ist zeitlich begrenzt. Eine kleine Abwandlung des Fastens ist das intermittierende oder Intervallfasten. Hier wird in einem bestimmten Rhythmus keine Nahrung zu sich geführt. Das kann z. B. alle acht Stunden für sechzehn Stunden, aber auch einen Tag in der Woche oder Ähnliches sein. 

Viele Menschen „heilfasten“. Dabei gibt es einen Entlastungstag, an dem der Körper nur reduzierte Kalorien erhält, um sich vorzubereiten. Des Weiteren wird abgeführt. Der Darm wird entleert, denn dieser hat dann einfach mal Urlaub. Während der Fastentage, die zwischen 3 und 20 Tage dauern, gibt es keine feste Nahrung, dafür viel Flüssigkeit. Je nach Strenge und körperlicher Verfassung ist ein wenig Obstsaft erlaubt. Dieser darf die Menge von 500 kcal jedoch nicht überschreiten. Sonst lediglich Tee und Brühe und natürlich Wasser. Bewegung ist ein zentraler Bestandteil des Fastens. Spaziergänge, Jogging und/oder Rad fahren, um den Kreislauf anzuregen und den Stoffwechsel anzutreiben, sind genauso wichtig, wie das Einhalten von Ruhezeiten. Während der Arbeitszeit zu fasten ist nicht nur körperlich schwierig, sondern es belastet auch den Geist. Das Ziel der Entgiftung beim Heilfasten bezieht den Geist im Wesentlichen mit ein. Bei der Produktion von Stresshormonen kann sich ein Körper schwerlich regenerieren. 

Der Körper verfügt über eigene Reserven, auf die er problemlos über einen gewissen Zeitraum zurückgreifen kann. Dazu ist eine Stoffwechselumstellung erforderlich, die mit unangenehmen

Nebenwirkungen einhergeht. Der Mensch musste seit jeher immer wieder fasten. Selbst heute gibt es Hungerperioden in Nicht-Industrieländern. Auch in der Tierwelt gehören Hungerperioden zum Alltag. Lediglich in den reichen Nationen gibt es 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr alles und so viel wie jeder mag. Dafür ist der gesunde Mensch nicht entwickelt. 

„Das Heilfasten ist der bewährteste Weg zur Heilung chronischer Erkrankungen, der königliche Heilweg“ (O. Buchinger).

Was bewirkt also der Nahrungsmittelentzug im Körper? 

Zuerst wird die Fettverbrennung angeregt, da kein Insulin ausgeschüttet wird, um schnelle Energie aus Kohlehydraten zu gewinnen. Die Fettoxidation wird gesteigert. Wenn keine Glucose aus Kohlehydraten zur Verfügung steht, holt sich der Körper aus der Leber (und Muskulatur) die letzten Glykogen Reserven und als zweites greift der Körper auf die Fette zurück.  Manche Eiweiße sind mobilisierbar und werden sofort abgebaut, intra – und extrazellulär. Das, was als Schlacke bezeichnet wird, wie Immunkomplexe oder überflüssiges Struktureiweiß, Defektenzyme, als auch Enzyme des Verdauungstrakts, Darmzotten, werden zur Glucosegewinnung genutzt. 

Schon bald‚ (mit dem dritten Tag) wird vermehrt Serotonin ausgeschüttet. Das sogenannte Fasten-high stellt sich ein. Der Magen-Darm-Trakt wird nicht belastet (Antigen-Pause). Es kommt sogar zum eigenen Zelltod (Autophagie). Das bewirkt eine Zellerneuerung. Die Fettverbrennung läuft nun auf Hochtouren und der Eiweißabbau wird stark heruntergefahren. Die Spaltung zu Ketonen, Fettsäuren und Glycerin dient als Hauptenergielieferant. 

Ein weiterer positiver Effekt des Fastens ist die Entzündungshemmung. Besonders gut ist es wissenschaftlich bei Gelenkerkrankungen und Asthma belegt. 

Die Wirkung wird durch eine Regulation mehrerer Hormone hervorgerufen. Hormone steuern die Funktionen vieler Organe. Während des Fastens gehen die Zellen in eine Art „Igelstellung”. Der Zellschutz wird priorisiert und die Zelle erhöht die Anzahl an Reparaturenzymen. Gleichzeitig werden Wachstumsfaktoren (IGF-1), Entzündungsfaktoren (inflammatorische Zytokine), Insulin- und Leptinausschüttung sowie ein Zellwachstum vermindert. 

Dabei ist es irrelevant, welche Fastenmethode man anwendet. Die Prozesse laufen während jeder Fastenperiode ab. Je kürzer das Fastenintervall ist, umso weniger erholsam ist es für unsere Zellen und den Darm. Dennoch gilt das Fasten als die einzige biologische Möglichkeit, das Leben zu verlängern und Krankheiten zu lindern oder sogar zu vermeiden. 

Zur Unterstützung während des Fastens sind Basenpulver und Mikronährstoffe empfehlenswert. Basenpulver puffert vorhandene Übersäuerung im Körper ab. Es hilft den pH-Wert zu reduzieren und hält bei der Entgiftung den Stoffwechsel auf einem Optimum. 

Mikronährstoffe sind sinnvoll, da industriell verarbeitete Nahrungsmittel auf Grund der Massenproduktion häufig an Qualität leiden: wenig Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralien. Je nach Ernährungsweise, die häufig einseitig ist, liegt ein Mangel vor. Rauchen, Alkohol, Medikamente, Stress, Schwangerschaft und Stillzeit, erhöhen den Bedarf an lebenswichtigen Bausteinen. Daher ist die Supplementation durchaus sinnvoll.