Darmgesundheit – ein Hype?

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21. Oktober 2019

Darmgesundheit – ein Hype?

Woman holding hands on a belly. Stomach health concept

Unser Darm ist ein wahrer Mikrokosmos aus unterschiedlichen Bakterienstämmen. Durch das humane Genomforschungsprojekt rückte der Darm erstmals in den Fokus, da Bakterien ihre eigenen Gene haben.

Obwohl unsere Forschung über die Bakterien noch in den Kinderschuhen steckt, konnten dennoch fünf Kategorien, entsprechend ihrer Aufgabe zusammengefasst werden.
Studien konnten zeigen, dass die Stämme immens wichtige Aufgaben zur Gesunderhaltung des Menschen übernehmen. Studien zeigten einen direkten Zusammenhang zwischen einer angegriffenen Darmschleimhaut und der Auswirkung auf Krankheitsbilder. 

Zusammen leben über eine Billion “gute” Bakterien in einem menschlichen Darm, der 200-300 Quadratmeter Darmoberfläche für ihren Lebensraum bietet. 
Bakterien exprimieren mehrere Gene, so auch Verdauungsenzyme. Untereinander kommunizieren sie über Botenstoffe. Diese werden primär aus dem Darm zum Gehirn geleitet (unser Bauchhirn). Darüber hinaus besitzt der Darm das größte Immunorgan (80% der Immunzellen sitzen im Darm).


Im menschlichen Stoffwechsel übernimmt der Darm zentrale Stoffwechselfunktionen:  
1.) Aufnahme von Nährstoffen 
2.) Synthese von Hormonen 
3.) Synthese von Nährstoffen   
4.) Schutz gegen Krankheitserreger und andere ungewollte Eindringlinge (sofern intakte intestinale Barriere) 
5.) Regulation des Wasser- und Salzhaushalts

Jeder Darm ist in seiner Besiedelung einzigartig. Jeder Mensch hat ein
anderes Besiedlungsmuster (wie Fingerabdruck). Einerseits ist es deshalb so schwierig eine “Standardbehandlung” zu finden, andererseits liegt hierdrin der Grund, warum der Darm so viel kann.


Ist die Darmgesundheit also nur ein Hype? NEIN!
Unser Darm ist ein hochsensibles Ökosystem, das im Gleichgewicht stehen muss, doch durch Umweltfaktoren, Lebensweise, Ernährung
und/oder Arzneimittel durcheinander geraten kann und als Folge viele Krankheitsbilder entstehen können: insbesondere Autoimmunerkrankungen, Allergien, Depressionen, Reizdarm/chron. entzündliche Darmerkrankungen. 


Ihre Dr. Stephanie Röhm
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